Bed and Breakfast in Chianti Toskana - Ferienhaus - Gasthaus - Ancora del Chianti

Gastfreundschaft und Respekt für die Natur

Gastfreundschaft und Respekt für die Natur

Das Abenteuer begann im Jahr 2000, als wir, auf der Suche nach tieferen Werten und Erfahrungen im Kontakt mit der Natur, beschlossen, unser Leben umzukrempeln: wir zogen von der Stadt in den Chianti und machten uns voller Elan an die Restaurierung von Landhaus und Garten.

Die Idee, hier ein Bed & Breakfast einzurichten, gab uns darüber hinaus die Möglichkeit, Menschen aus aller Welt bei uns zu willkommen zu heißen, um im Rahmen eines Tourismus der interkulturellen Begegnung Erfahrungen zu teilen und Meinungen auszutauschen. Bereits 2001 treffen die ersten Gäste ein.

Im Winter jenes Jahres wurden neue Rebstöcke gesetzt und die Olivenbäume nach Jahren mangelnder Pflege kräftig zurückgeschnitten. Im folgenden Frühling war unser Gemüsegarten bereit und wir begannen mit der Arbeit am Kräutergarten. Die Herstellung von Bio-Wein und -Öl erfolgt vor allem zur familieneigenen Verwendung.

Seit jener Zeit hat sich vieles geändert und für die Zukunft erwarten uns andere Projekte. Eines ist aber sicher: auch diese Projekte werden in dem Geist angegangen, der hier stets unser Motto war – Freude daran, für uns und alle, die uns besuchen, ein einfaches, gepflegtes Ambiente in Harmonie mit der Natur zu schaffen, wo man Abstand von der Hektik des Alltags gewinnen, die Jahreszeiten genießen, wieder zum eigenen Rhythmus finden und Gefallen an einem Spaziergang in der Morgenstille finden und bei Sonnenuntergang mit einem guten Buch ein anregendes Glas Wein genießen kann. Bei der Rückkehr vom Abendessen begleiten den Gast die Sterne zu seinem Zimmer, wo ein bequemes Bett und erholsame Ruhe einen Tag voller Ausflüge, Entdeckungen und Gefühlen zum sanften Zirpen der Grillen ausklingen lassen.
Wir glauben an die Förderung eines nachhaltigen Tourismus und an einen Lebensstil, der die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Umwelt berücksichtigt und sich darum bemüht, diese so schonend wie möglich zu gestalten. Deshalb handeln wir im Ancora del Chianti im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit der Umwelt, von dem unsere Familie, die Gäste und unsere Nachfahren profitieren und laden unsere Gäste ein, dies mit einfachen Gesten ebenfalls zu tun.

Hier ein paar Beispiele:

  • Einsatz von „Null-Kilometer-“ und solidarisch hergestellten Produkten: beim Einkauf geben wir lokalen Produkten und Herstellern den Vorzug, zu denen wir direkten Kontakt haben. Dies gilt vor allem für den Kaffee, dem Aushängeschild unseres Frühstücks. Seit Jahren beziehen wir Kaffee aus fairem Handel von Tatawelo (www.tatawelo.it). Dieses System garantiert den Kaffeeproduzenten zum einen bereits vor der Ernte eine Vorfinanzierung, die unerlässlich ist, um sich nicht bei den Banken zu verschulden – und andererseits einen höheren Preis als den, den lokale Zwischenhändler bieten. Ein bestimmter Anteil des Erlöses fließt außerdem in die Aus- und Weiterbildung der lokalen Gemeinden.
  • Erneuerbare Energien: 2010 haben wir eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen, bei der Energie nur durch Sonnenstrahlen erzeugt wird – ohne CO2–Emissionen in die Atmosphäre. Schon vor einiger Zeit haben wir unsere alten Glühbirnen durch Energiesparlampen ausgetauscht und wenn wir neue Elektrogeräte anschaffen, wählen wir solche, die möglichst wenig Energie und andere Ressourcen verbrauchen. Und mit Stolz sagen wir, dass wir den Wind und die Sonne jedem Wäschetrockner vorziehen.
  • Biomasse: Unsere Familie verbringt das ganze Jahr im Ancora del Chianti und sobald der Winter Einzug hält (bzw. Kinder ins Haus kommen), geht es nicht mehr ohne Heizung. Im Lauf der Jahre haben wir zunächst die alte Ölheizung auf einen gasbetriebenen Heizkessel umgestellt, um 2008 dann endgültig auf Biomasse umzusteigen: mit einem Heizkessel, der uns nur mit Holz aus dem eigenen Wald und Altholz dafür sorgt dass uns angenehm warm ist. Freilich bedeutet dies Mehrarbeit für alle Beteiligten: Filippo übernimmt das Sammeln, Schneiden und den Transport des Holzes bis zum Heizkessel; im Winter füllt und entzündet Laura jeden Tag den Kessel und sorgt dafür, dass das Feuer nie ausgeht. Die Kinder helfen nach Kräften und tun es gern. Die im Kessel anfallende Asche kommt als Dünger auf die Felder oder wird dem Kompost beigemischt. Link al post Ready for winter. 
  • Wasser: das Wasser im „Ancora“ kommt aus unserem eigenen Brunnen. Wir setzen zwar Wassersparvorrichtungen ein, bitten unsere Gäste aber dennoch, vor allem beim Duschen umsichtig mit Wasser umzugehen. Wir nutzen die alte Weisheit der Bauern und sammeln wie sie das Regenwasser für unseren Gemüse- und Blumengarten in einer großen Zisterne unter der Tenne.
  • Pflanzenklärung: die Klärung der Abwässer wird der Natur anvertraut. Hier gelangen moderne Verfahren der Pflanzenklärung zur Anwendung: die von den anderen Stoffen getrennten Abwässer werden ohne Verwendung mechanischer/elektrischer Vorrichtungen von den Wurzeln bestimmter Wasserpflanzen geklärt. Am Ende dieses Prozesses wird das Wasser wieder zum Gießen des Blumen- und Gemüsegartens verwendet.
  • Null-Abfall-Strategie (Zero Waste Strategy): Im Juni 2011 traten wir mit „Wasteless in Chianti“ (http://www.wasteless-in-chianti.it/) einem LIFE-Projekt der Europäischen Union zur Verbreitung von „Good Practices“ der Nachhaltigkeit im Umgang mit der Umwelt durch Senkung des Abfallaufkommens in Produktionsprozessen bei. In den Bädern verwenden wir z. B. Seifen-/Schaumbad-Spender anstelle von Einmalprodukten. Beim Frühstück haben wir überall dort, wo es möglich war, die Einzelportionen durch hygienisch einwandfreie Vorrichtungen ersetzt, die ebenfalls Einzelportionen abgeben – aber eben ohne Anfallen von Müll. Außerdem bitten wir unsere Gäste, beim Mülltrennen mitzuhelfen und haben hierzu einen Sammelbehälter aufgestellt, an dem sie den Abfall leicht selbst trennen und ihn den hierfür bestimmten Behältern zuführen können: Glas, Plastik, Dosen, Biomüll und Papier. Den Weitertransport zur nächstgrößeren Sammelstelle übernehmen wir.
    Außerdem nehmen wir an einer Initiative zur Sammlung und Wiederverwendung von Korken teil, die es einer Genossenschaft in Norditalien ermöglicht, gebrauchte Rohstoffe für Isolierplatten zum Nulltarif zu erhalten. Bringen Sie gebrauchte Korken ruhig auch von zuhause mit – wir sammeln sie und führen sie wieder dem Produktionskreislauf zu!
  • Biologischer Anbau und Schutz der natürlichen Fauna: In dem Bestreben, ihre Produktion ständig zu verbessern und sich immer weiterzuentwickeln, nähern sich Filippo und Laura der Welt des biologischen und biodynamischen Anbaus. Jeder Vorschlag und Erfahrungsaustausch ist willkommen.
    Die Weinberge, Olivenbäume, den Blumen- und Gemüsegarten bewirtschaften wir ohne Einsatz von Pestiziden, Unkrautvernichtungsmitteln und chemischem Dünger. Wir bevorzugen bei Anbau, Düngen und Ernte traditionelle Methoden, um noch heute den guten Geschmack früherer Zeiten genießen zu können  und für uns, unsere Gäste und die Tiere, mit denen wir leben, eine schöne, gesunde Umwelt zu schaffen.
    Um uns vor Stechmücken zu schützen, haben wir alle Zimmer mit optisch ansprechenden Insektengittern ausgestattet und verzichten darauf, die „Chemiekeule“ zu schwingen – solche giftigen Produkte werden darüber hinaus auch von Menschen oft nicht gut vertragen.
    Die alleinige Verwendung von Naturprodukten schont zudem das Leben zahlreicher Arten, die sehr sensibel auf Umweltänderungen reagieren. Dies sind z. B. Schmetterlinge, Libellen, Große Rosenkäfer, Taubenschwänzchen, Marienkäfer, Grashüpfer, Gottesanbeterinnen, Zikaden, Grillen ... und natürlich auch die mittlerweile fast ausgestorbenen Glühwürmchen, die zusammen mit den Sternen die Sommernächte erhellen.
    Von reichhaltig vorhandener Nahrung und günstigen Rahmenbedingungen profitiert freilich auch die Vogelwelt. Und so hat unsere vogelkundige Besucherin Gunilla aus Schweden im Mai rund um unser Haus nicht weniger als 44 Vogelarten gesichtet oder beobachtet!
  • Förderung von Nachhaltigkeit und lokaler Entwicklung: im Ancora del Chianti finden Sie nützliche Informationen zu folgenden Themen: lokale landwirtschaftliche Biobetriebe, die Wein, Öl, Käse, Honig, etc. herstellen; typische Handwerksbetriebe und Künstlerateliers; italienische und internationale Vereinigungen, denen wir angehören und die sich der Verbreitung und Förderung ländlicher Werte und Nachhaltigkeit verschrieben haben.
 
 
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